Turmfalken

Turmfalken sind meine Lieblingsvögel und damit auch bevorzugten Fotomotive. Deshalb haben sie hier eine eigene Seite, auf der ich verschiedene Bilder und Beiträge chronologisch sortiert zusammengestellt und manche Beobachtungen auch etwas näher erläutert habe. Zum Vergrößern der kleinen Vorschaubilder und ebenso danach zum Verlassen der Großansicht einfach direkt ins Bild klicken. Viel Freude mit den Thüringer Turmfalken!

Im Wechsel der Jahreszeiten

2017 – 2020

Auch wenn es keine spektakulären Neuigkeiten gibt, so freue ich mich doch sehr daran, die Turmfalken nach wie vor fast täglich in meinem direkten Wohnumfeld an den alt bekannten oder auch mal überraschend neuen Orten zu erleben. Im Frühling werde ich morgens manchmal von ihren Balzrufen geweckt. Im Sommer gibt es immer irgendwo junge Falken zu entdecken, die sich mindestens ebenso lautstark bemerkbar machen. Im Herbst und Winter sind die Turmfalken dann eher alleine unterwegs und man sieht sie irgendwo auf einem Ansitz oder bei der Jagd.

Junge Turmfalken auf Burg Hanstein

Juli 2017

Die Burgruine Hanstein bei Bornhagen im thüringischen Eichsfeld war Ziel unseres Ausfluges am letzten Juliwochenende. Bei unserer Ankunft sah ich einen Turmfalken über der Burg fliegen und hörte auch seine Rufe. Später bei der Besichtigung der Burg konnte ich aus einem höher gelegenen Fenster das Nest in einer Nische der alten Gemäuer entdecken. Zunächst bemerkte ich nur die „Graffiti“, bevor mir nach einer Weile auffiel, dass die sehr gut getarnten jungen Falken auch noch in der Fensternische saßen. Sicher werden sie ihr Nest schon sehr bald verlassen.

Wenn die Wiese frisch gemäht ist …

Juni 2017

… und dazu noch Heuballen als optimale Jagdansitze überall verteilt sind, treffen sich viele Greifvögel zur Jagd auf die der Deckung beraubten Nager. (Neben Turmfalken waren auf dieser Wiese auch Bussarde, Rot- und Schwarzmilane unterwegs.)

Turmfalkenfrühling

2017

Ob in Kirchen, Burgen oder anderen Bauwerken – höher gelegene Nischen alter Gemäuer gehören zu den beliebten Nistplätzen der Turmfalken. Sie bauen keine eigenen Nester und brauchen nicht viel Komfort am Nistplatz. Wichtig sind aber gute Jagdmöglichkeiten in der Nähe.

Rüttelnder Terzel

Februar 2016

Leider konnte der Turmfalke keine Beute aufspüren und dieser Jagdversuch blieb also ohne Erfolg.

Turmfalkenbegegnungen

2013 – 2015

In den drei Jahren gab es für mich keine Gelegenheit für ausführliche Fotoserien mit Turmfalken. Trotzdem konnte ich sie häufig beobachten und ein paar Bilder interessanter oder schöner Begegnungen aus dieser Zeit sind hier zusammengestellt.

Turmfalken auf allerlei Ansitzen

Dezember 2012

Ob Bäumchen, Zaunspfahl, Ansitzstange, Verkehrsschild oder Hochhaus – im Winter jagen Turmfalken öfter vom Ansitz aus als im Sommer, da der Rüttelflug sehr energieaufwendig ist und sich jeder Falke nur selber versorgen muss. (Im Frühjahr und Sommer, wenn eine Familie zu ernähren ist, kommt viel häufiger die wesentlich erfolgversprechendere Flugjagd zum Einsatz.)

Turmfalkenstudie “Maus? Welche Maus???”

Dezember 2012

Als ich diesen Turmfalken auf einem Pfahl sitzend entdeckte, sah ich erst gar nicht, dass er Beute bei sich hatte. Er ließ mich auch erstaunlich nah an sich heran und ich konnte ihn in aller Ruhe fotografieren. Wenn er sich gestört gefühlt hätte oder seine Beute hätte verspeisen wollen, wäre er einfach davon geflogen, das hatte ich schon einige Male so erlebt. Doch erst mehrere Minuten später flog er dann tatsächlich ein paar Meter weiter, allerdings nicht, um zu flüchten, sondern nur, um seine Beute zu verstecken. Dass sich Turmfalken Beutevorräte anlegen, war mir völlig neu. Aber ich fand dann auch in der Fachliteratur bestätigt, dass das in Zeiten günstiger Jagdbedingungen vorkommen kann. Und 2012 war tatsächlich ein ausgesprochen gutes Mäusejahr. Nachdem die Maus verstaut war, setzte sich der Turmfalke auf den nächsten Pfahl und wir konnten das Fotoshooting fortsetzen.

Junger Falke in der Abendsonne und andere herbstliche Turmfalkenimpressionen

November 2012

Vor Sonnenuntergang hielt der junge Turmfalke Ausschau nach einer Abendmaus. (Und bereits nach kurzer Zeit hatte er eine erblickt, erbeutet und flog mit ihr davon.) Die nachfolgenden Aufnahmen vom Terzel entstanden einige Tage später an einem Nachmittag.

Turmfalke beim Jagen und Beuteverzehr

November 2012

Der erste Jagdversuch blieb noch erfolglos, doch bereits zwei Minuten später hatte der Turmfalke eine Maus gefangen und begann, sie zu fressen. Gestört durch einen Fußgänger mit Hund flog er davon und suchte sich einen ruhigeren Platz etwas weiter oben in einem Baum. Beim Fressen sortierte er Innerein aus. (Wählerisch zu sein, konnte sich der Turmfalke gut leisten, denn nach einer kurzen Verschnaufpause hatte er bereits 20 Minuten nach der ersten eine weitere Maus gefangen.)
Hier kann man noch ein kurzes Filmchen ansehen, in dem der Turmfalke die letzten Reste der Maus verschlingt:
Klick zu YouTube: Turmfalke mit Beute

Sommerliche Turmfalkenimpressionen

August 2012

Die meisten der folgenden Fotos enstanden am heißesten Tag des Jahres bei etwa 40°. Das war auch den Turmfalken viel zu heiß, um vorm Fotografen eher als unbedingt nötig davonzufliegen. So konnte ich zum Teil auf ganz wenige Meter an sie heran.

Erste Flugversuche junger Turmfalken

August 2012

Diese jungen Turmfalken sind in einem alten Krähennest in etwa zehn Meter Höhe aufgewachsen. Der Baum steht am Rande des Wohngebietes zwischen drei Hochhäusern. Am Tag der Aufnahmen waren die ersten Falken gerade dabei, das Nest zu verlassen, die anderen trainierten ihre Flügel noch fleißig im Nest. Der erste Flugversuch eines der  wahrscheinlich insgesamt vier Turmfalken endete wenige Meter entfernt an der Hausfassade, wo er sich mit erstaunlicher Kraft festklammerte. Von dort aus flog er weiter zu einer kleinen Birke, auf der er etwas länger ausruhte und danach ins Nest zurückkehrte.

Junge Turmfalken an der Autobahnbrücke

Juni 2011

Etwa drei oder vier Turmfalkenpaare hatten in den alten Wasserspeiern hoch oben an der Autobahnbrücke gebrütet. Das hatte ich durch meine Beobachtungen natürlich nur geahnt und nicht wirklich gesehen. Nachdem ich drei Wochen nicht mehr dort war, ging ich, den Fotoapparat in der Hand und den Blick wie immer nach oben zu den Wasserspeiern gerichtet, um den ersten Autobahnpfeiler herum. Und bin total erschrocken. Direkt vor mir unten im Gras raschelte es und ich sah zwei junge Turmfalken. Die waren mindestens genau so erschrocken wie ich. Einer flog sofort davon. Der andere wählte die Variante „ich bin tot“ und saß völlig unbeweglich da. Nach und nach entdeckte ich mindestens fünf Jungfalken rund um die Brücke bei ersten Flug- und Kletterversuchen und beim Ausruhen.

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